Darstellendes Spiel

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ (Friedrich Schiller)

Das Fach Darstellendes Spiel wird an unserer Schule seit dem Schuljahr 2013/14 (zunächst als Profilkurs, ab 2014/15 als reguläres Fach) in der Sekundarstufe II angeboten. Im Jahr 2017 fanden die ersten Abiturprüfungen an der CRS statt.

Im Darstellenden Spiel haben alle Prüfungen einen praktischen Anteil und sind auch als Gruppenprüfungen absolvierbar. Die Prüfung gliedert sich in zwei Teile: Die praktische Aufgabe, für die es eine längere Vorbereitungszeit gibt, mit anschließendem Auswertungsgespräch und eine sogenannte Reflexionsaufgabe, die das praktisch Entwickelte auf theoretischer Ebene hinterleuchtet. Eine Prüfung im Fach Darstellendes Spiel stellt hohe Anforderungen an die Schüler/innen in den Bereichen (Selbst-)Organisation, Kooperation, Kommunikation, künstlerische Gestaltungs- und Entscheidungsfähigkeit, kritische (Selbst-)Reflexion. Die Schülerinnen und Schüler sollen fähig sein, „ihre Darstellungs-, Gestaltungs- und Reflexionsfähigkeit zu entwickeln und künstlerische Entscheidungen auch auf historische und theoretische Kenntnisse zu beziehen“ (Handreichungen für die fachpraktische Prüfung in der gymnasialen Oberstufe in den Fächern Darstellendes Spiel, Kunst und Musik, Hessisches Kultusministerium 2010).

Künstlerische Entscheidungen fällen zu können – d.h. zu Themen, die für die Schüler*innen bedeutsam sind, performative Gestaltungen in Auseinandersetzung mit sich selbst, der eigenen Identität, mit anderen, mit der Welt zu erarbeiten und auch öffentlich aufzuführen und damit zur Diskussion zu stellen – um das Entwickeln dieser Fähigkeiten dreht sich somit auch der Unterricht im Fach. Den laut 4K-Modell für das Lernen im 21. Jahrhundert besonders bedeutsamen Kompetenzen Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken wird in besonderer Weise Rechnung getragen. Hier schließt sich für uns auch der Kreis mit Schillers Ideen zur Ästhetischen Erziehung des Menschen, der durch das (Darstellende) Spiel über sich selbst hinauswachsen kann.