Erdkunde

Der Geographieunterricht wird an der Christian-Rauch-Schule in den Jahrgängen 5,6,8 und 10 unterrichtet und vermittelt dabei die wichtigsten Vorgänge bei Mensch (anthropogeographisch) und Natur (physiogeopgraphisch), die verschiedene Lebensräume formten und (noch immer) beeinflussen, topographisches Überblickswissen („Stadt-Land-Fluss“) und Kenntnisse in der Kartenarbeit.

Hierzu werden entweder Großräume – z.B. Kontinente, Länder, Städte, Landschaften, Klima- / Landschaftszonen untersucht, oder aber überall auf der Erde anzutreffende raumrelevante Prozesse wie z.B. Klimawandel, Gebirgsbildung, Talformung, Wüstenausbreitung, Erdbeben, Vulkanismus, menschlich verursachte Umweltzerstörung, Bevölkerungsentwicklung und Globalisierung im Unterricht zum Thema.

Dabei geht es auch um die gegenseitige Beeinflussung von Mensch und Natur: Wir betrachten z.B., wie sich Menschen im polaren Klima an diese Umgebung anpassen, wie sich Menschen bestimmte Räume, sei es in der Landwirtschaft oder auch bei großen Industriezentren, zunutze machen, welche Wege (und auch das warum!) ein Smartphone von der Herstellung bis zum Verkauf nimmt oder wie der Mensch und sein Handeln das Klima verändern.

Im Jahrgang 5 steht Deutschland mit den Großlandschaften von der Küste bis zu den Alpen im Zentrum. Wir betrachten dabei sowohl Besonderheiten der Region vor der Haustür, die auch mit Betriebsbesichtigungen verbunden werden, als auch oft schon von Lernenden bereiste Regionen (z.B. Tourismus vs. Naturschutz an der Nordsee) in ganz Deutschland und verbinden dies auch mit kleineren Projektarbeiten. Im Jahrgang 6 wird der Blick dann auf den europäischen Raum erweitert, inhaltliches aus der 5 vertieft (Großräume und Metropolregionen / naturräumliches Gliederung) und weitere naturräumliche Besonderheiten und zugrunde liegende Prozesse (Plattentektonik und Vulkanismus) werden kennen gelernt. Im Jahrgang 8 betrachten wir dann die ganze Erde mit ihren natürlichen Prozessen im Inneren (Plattentektonik/Vulkanismus) und auf der Oberfläche sowie der Atmosphäre (Klima und Boden) und verbinden dies mit dem vom Menschen ausgehenden Handeln (z.B. Leben in Naturkatastrophenzonen / Mensch und Klimawandel). Am Ende der 8 folgt eine Raumanalyse, bei der die Beziehung von Mensch und Natur unter einer Fragstellung in einer Projektarbeit untersucht und präsentiert wird. In der Jahrgangsstufe 10 finden dann weitere Projektarbeiten zu den Themen Klimawandel und Bodendegradation statt, bei der die Lernenden insbesondere ihre Methoden zur inhaltlichen Erarbeitung, Selbststrukturierung, Teamarbeit sowie der Präsentationstechnik mit Blick auf die Oberstufe vertiefen. Diese Projektarbeiten werden teilweise auch mit motivierenden Wettbewerbsteilnahmen verbunden.

Der Geographieunterricht verknüpft auf vielfältige Weisen und Perspektiven naturwissenschaftlich-ökologische Themen mit gesellschaftswissenschaftlich-ökonomischen Aspekten und leistet somit einen Beitrag zur ökologischen (umweltorientierten) und ökonomischen (wirtschaftsorientierten) Bildung. Konzepte zur nachhaltigen Entwicklung der Erde werden kennen gelernt und beurteilt. Ebenso werden Fähigkeiten erworben, sich altersgemäß mit Chancen und Risiken globaler Abhängigkeiten zu beschäftigen, auch die Entstehung von Konflikten zu verstehen und Wege zu ihrer Minderung sowie Lösungswege beurteilen zu können. Durch die zunehmende Digitalisierung der Schule bieten sich auch vielfach die Möglichkeit der Nutzung digitaler Medien an, die das Lernen unterstützen. Exkursionen ins nahe Umfeld (z.B. Betriebsbesichtigungen, Kartierungen, Geländegänge) ergänzen das Angebot des Faches.