Die WLZ berichtete über die erfolgreiche E-Scooter-Schulung am 9. März:
Die Mitglieder der Kreisverkehrswacht Waldeck-Frankenberg haben vor einiger Zeit festgestellt, dass ihnen die Lücke zwischen den Kindern, die die Fahrradprüfung ablegen, und den Jugendlichen, die sich zu einer Fahrprüfung anmelden, einfach zu groß ist. Mit einem neuen E-Scooter-Kurs, den das Team um Geschäftsführer Lars Jockel entwickelt hat, bieten sie nun für Jugendliche ab 14 Jahren eine Möglichkeit, sich über Sicherheit im Straßenverkehr zu informieren.
Das Ziel der Verkehrswacht ist es dabei, dass weniger Unfälle im Straßenverkehr passieren, und dazu gehört auch der morgendliche Berufsverkehr und der „Anlieferverkehr“ vor den Schulen. Deshalb sind Schüler der Christian-Rauch-Schule nun die ersten, die an der Schulung teilnehmen konnten. Die Kreisverkehrswacht hofft, dass das Beispiel Schule machen und die Schulung weiter nachgefragt wird.
Benötige ich ein Kennzeichen? Darf ich auf Gehwegen fahren? Ist ein Helm Pflicht? Was ist eine Allgemeine Betriebserlaubnis und darf man zu zweit auf dem E-Scooter fahren? Das waren nur einige der Fragen, die Jockel im Theorieteil geklärt hat. Auch wenn keine Helmpflicht besteht, legte er den Acht- bis Zehntklässlern aufgrund des hohen Prozentsatzes an Kopfverletzungen nahe, einen Helm zu tragen.
Interessant waren auch seine Ausführungen zum Tunen, zum Fahren unter Alkoholeinfluss oder zum Benutzen des Handys während der Fahrt. Denn die Strafen hierfür können das monatliche Taschengeld eines Schülers schnell übersteigen. Auch das Sammeln von Punkten in Flensburg kann zu Verzögerungen beim Autoführerschein führen. Bei dem kleinen Test am Schluss der Theorieeinheit mussten einige Schüler schon ein wenig länger nachdenken, bevor sie im Parcours auf dem Schulhof alle Blicke auf sich zogen.
Hier standen Gleichgewichtsübungen, Bremstests und ein Parcours an, der zeigen sollte, mit welchen Herausforderungen E-Scooter-Fahrer, die mit maximal 20 km/h unterwegs sein dürfen, im Straßenverkehr konfrontiert sind. Ein Bild hiervon machten sich auch Lehrer Bastian Schade, der die Schulung angeleiert hatte, und Schulleiter Markus Wagener.

