Erfolg für Schüler:innen der CRS beim hessischen Schülerschreibwettbewerb

Schüler:innen der Christian-Rauch-Schule unter den Prämierten beim Hessischen Schülerschreibwettbewerb zum Thema „Zukunft“

Schreibwettbewerb weckt Kreativität im Klassenraum: 100 hessische Schülerinnen und Schüler wurden am 24. April im Museum Wiesbaden für ihre Briefe zum Thema „Zukunft“ im Rahmen des 8. Schülerschreibwettbewerbs der Stiftung Handschrift – darunter auch Madgalena Schmidt und Juna Getrost aus der Klasse 7d der Christian-Rauch-Schule.

Frankfurt am Main. 6. und 7. Klassen aller Schulformen konnten am 8. Hessischen Schülerschreibwettbewerbs der Stiftung Handschrift zum Thema “Zukunft” teilnehmen. Die Kinder und Jugendlichen (be)schrieben auf maximal zwei Seiten, wie sie sich die Welt in 10, 20 oder 50 Jahren vorstellen.  An der CRS hatten sich die Klassen 7b und 7d im Rahmen eines Briefprojekts mit Frau Löschner beteiligt. „Alle Briefe sind einzigartig“, so eine betreuende Deutschlehrerin während der Preisverleihung. „Das Thema bot viel Raum für individuelle Zukunftsvisionen”. Zwischen den Zeilen ist allerdings auch zu erkennen, dass sich die Kinder intensiv mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzen und sogar Verbesserungsvorschläge anbieten – als Lösungsansätze für die Zukunft.“ So individuell wie die eigene Handschrift sind daher auch die Inhalte der Texte. Sie thematisieren beispielsweise Kriege, globale Erderwärmung, Umweltverschmutzung, persönliche Berufswünsche, Freundschaften, Familie und Zusammenhalt. Eine Fachjury wählte 100 Beiträge aus. Diese sind nun in einem hochwertigen Buch gesammelt erschienen – darunter auch die zwei Briefe, die Juna und Magdalena geschrieben haben. Dafür wurden sie am 24. April im Museum Wiesbaden geehrt. 

Handschrift fördert Bildung

Raoul Kroehl, Geschäftsführer der Stiftung Handschrift, begrüßte die Gäste im Museum. Er zeigte sich begeistert von der erneut großen Resonanz: „Nach dem Erfolg der vergangenen Jahre hat der Wettbewerb in diesem Jahr eine neue Dimension erreicht. Mit rund 9.500 Einsendungen aus ganz Hessen hat die junge Generation bewiesen, dass sie viel zu sagen hat – und dass sie dies mit Vorliebe auf Papier tut.“ Armin Schwarz, Hessischer Minister für Kultur, Bildung und Chancen, verdeutlichte in seiner Ansprache die Relevanz der Handschrift im digitalen Zeitalter: „Ganz praktisch beeinflusst das Schreiben mit der Hand die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler. Es trainiert entscheidende Fähigkeiten, die später wichtig sind, wie Motorik, Sprachverständnis und Konzentration. Aus diesen Gründen betrachten wir im Hessischen Kultusministerium den Erwerb der Handschrift als einen zentralen Bestandteil des Deutschunterrichts.“ 

Festakt mit Einblick ins Klassenzimmer

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung erzählten Schülerinnen und Schüler in Video-Interviews von den ersten Ideen für ihre persönlichen Briefe. Dabei offenbarte sich, dass sie trotz der aktuell herausfordernden Zeiten mit viel Neugier und Optimismus an das Thema herangingen. Drei der jungen Schreibtalente lasen schließlich ihre Briefe live vor – die Adressaten: Noah, Henry und die Gegenwart. Im Talk mit Raoul Kroehl erzählten Lehrkräfte hessischer Schulen von ihren Erfahrungen aus dem Unterricht. Leider kaum überraschend: Im Zeitalter von KI, Smartphones und Tablets wüssten die wenigsten Kinder heute noch, wie man einen Brief schreibt. Umso bedeutender sei dieses Projekt. Im Unterricht entwickelten ihre Schützlinge schnell viel Freude am Briefeschreiben. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Musikalisch umrahmten Neo, Gewinner der TV-Sendung „The Voice Kids“ 2025,  sowie das Streicher-Ensemble „Leibniz-Strings“ der Leibnizschule Wiesbaden die Preisverleihung.

Die Stiftung Handschrift verfolgt das Ziel, gemeinsam mit den Schulen für die Schülerinnen und Schüler außerhalb des Unterrichts Anlässe zu schaffen, die das Schreiben mit der Hand und die damit verbundenen Vorteile in den Fokus rücken. Sie unterstützt die Heranwachsenden dabei, eine flüssige und lesbare Handschrift zu entwickeln, die ihnen helfen kann, mehr Spaß am Schreiben mit der Hand zu haben. Gleichzeitig soll ihnen bewusst werden, wie wichtig das Beherrschen der eigenen Handschrift auch für einen guten Schulabschluss und den späteren beruflichen Erfolg ist. Aktuelle Umfragen belegen, dass Kinder und Jugendliche selbst sich eine bessere Handschrift wünschen. Sie brauchen dabei jedoch Unterstützung. Zu diesem Zweck hat die Stiftung Handschrift neben dem jährlichen Schreibwettbewerb das Projekt der Schreibpatinnen und -paten initiiert: Bereits in der Grundschule helfen ältere Schülerinnen und Schüler, begleitet von Tutorinnen und Tutoren, Jüngeren, das Schreiben mit der Hand zu üben und zu verbessern. Die Stiftung Handschrift arbeitet eng mit dem hessischen Kultusministerium zusammen.

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