Bild: Heike Saure
Im Rahmen des Festspielauftakts in Bad Arolsen besuchte das Ensemblem Interchange die Christian-Rauch-Schule. In einer musikalischen Stunde für Orchesterklassen 5 bis 7 konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur barocke Musik hören, sondern auch mehr über historische Instrumente und verschiedene musikalische Formen erfahren. Der Folgende Zeitungsartikel von Heike Saure berichtet über den besonderen Besuch und über die Eindrücke der Schülerinnen und Schüler.
„Bad Arolsen – Am Abend überzeugten die fünf jungen Musiker des Ensembles Interchange mit ihrer ebenso professionellen wie unbeschwerten Musik selbst gestandene Musikkritiker. Sie erstahlten in ihren langen Kleidern und schicken Anzügen neben ihren barocken Instrumenten auf der Bühne. Am Morgen des Festspielauftaktes jedoch zeigten sie sich von einer ganz anderen Seite.
Denn bei der „Musik für junge Ohren“ in der Christian-Rauch-Schule waren sie für die Orchesterklassen fünf bis sieben einfach der Felix, der Matija, die Julia, die Friederike und die Adrienn. Das Ensemble junger Künstler erschien ganz leger im Musikraum des Gymnasiums. Aber erstrahlen ließen sie den Raum auch ohne große Bühne. Denn ihre Musik berührte die Schüler, die alle selbst ein Instrument spielen, auch ganz pur.
Sie brachten den Schülern verschiedene Formen der Wiederholung wie den Kanon näher. Gespielte französische Tanzsätze, die auf Wiederholungen basieren, verdeutlichten die Ordnungsprinzipien ebenso wie ein Kanon auf eine Bachsche Melodie, die die Musiker gemeinsam mit ihrem jungen Publikum sangen.
Interessiert zeigten sich die Gymnasiasten darüber, wie sich die Instrumente über die Jahrhunderte verändert haben. So entdeckten die Cellisten unter ihnen gleich, dass das barocke Instrument von Julia Willeitner keinen Stachel hat und auch der kürzere Bogen anders gehalten wird. Auch die Unterschiede zwischen Cembalo und Klavier erklärte ihnen Adrienn Illés an ihrem Instrument.“
Heike Saure
https://ep.wlz-online.de/webreader-v3/index.html#/986267/4-5

