Über 40 Schüler/innen der Jahrgangsstufe 8 meldeten sich zu Beginn des Schuljahres für die Teilnahme am deutsch-französischen Schüleraustausch. Unsere Partnerschule in Amiens ist deutlich kleiner als die CRS und konnte nur knapp 20 französische Austauschschüler/innen anbieten. Wieder einmal kam uns die Abordnung der Französischkollegin Zekl zu Gute, die an der Uplandschule hellhörig wurde, als dort das gegenteilige Problem auftauchte: Die kleine Fachschaft mit einer geringen Zahl französischlernender Schüler/innen sollte der langjährigen Partnerschule in Vendôme 50 Austauschpartner/innen bieten! Nach ein paar Zweifeln – klappt das, ein Projekt mit 3 Schulen zu koordinieren? – und Frau Zekls vom Gelingen überzeugten motivierenden Worten wagten wir den Versuch. Frau Kirr als verantwortliche Kollegin aus Willingen, Frau Müller-Muth für die CRS und Frau Zekl als „Bindeglied“ bildeten ein Tridem, das sich schnell einspielte und in sämtlichen organisatorischen Fragen und Belangen gut ergänzte. Die Kommunikation mit der französischen Deutschkollegin aus Vendôme lief ab sofort über Gruppenmails und die Schülerzahlen pendelten sich hervorragend ein. Ungefähr 25 Uplandschüler/innen aus zwei Jahrgängen und 25 CRS-Schüler/innen aus Jahrgang 8 wurden ab sofort in unabhängigen aber doch inhaltsgleichen AGs auf das Projekt eingestimmt. Knapp 20 Schüler/innen der CRS konnten sich auf Amiens freuen und wurden in einer eigenen AG betreut – die Zuordnung zu den Partnerschulen ergab sich wie von selbst, kein Schüler / keine Schülerin musste abspringen oder den Wunschort zugunsten des anderen Ortes aufgeben. Die Organisation mit Amiens lief etwas unaufwändiger, weil wir hier schon auf Vorerfahrungen aus dem vergangenen Schuljahr zurückgreifen konnten. Neu war dennoch der Empfang der französischen Schülergruppen in Arolsen:

So besuchte im November 2017 eine Gruppe aus Amiens Bad Arolsen, darunter ältere Schüler/innen, die ihre deutschen Partner im vergangenen Schuljahr in Amiens empfangen hatten und nun den Rückbesuch antraten sowie jüngere Schüler/innen, die zur Erstbegegnung anreisten und ihre Partner/innen im Herbst dieses Schuljahres empfangen sollten. Im Februar 2018 reiste eine französische Gruppe aus Vendôme nach Willingen und Bad Arolsen. Der Rückbesuch dieser Gruppe fand noch im gleichen Schuljahr, im Mai, statt. Programmmäßig ähnlich gestaltet verbrachten die Beteiligten je eine sehr intensive Woche in Deutschland mit viel Programm und interkulturellen Begegnungen. So orientierten sich die Jugendlichen am ersten Tag in binationalen Kleingruppen in Bad Arolsen (bzw. Willingen), erkundeten die Wartburg und Eisenach sowie den Herkules, die Grimm-Welt und Kassel. Auch das Arolser Schloss und das Arobella durften im Programm nicht fehlen. Aber die französischen Gäste erlebten auch deutschen (Schul-)Alltag, hospitierten im Unterricht und verbrachten das Wochenende in ihren Gastfamilien, wobei sich hier viele zusammentaten und gemeinsame Unternehmungen organisierten. Dank der gut eingespielten Schulgemeinde, die nicht nur Rücksicht auf dieses Projekt nahm (fehlende bzw. zusätzliche Schüler/innen, ...) sondern sehr freundlich und aufgeschlossen auf die Gäste reagierte  (von allen Seiten hörte man immer wieder ein fröhliches „Bonjour“), dank des Einsatzes nicht nur der Französischlehrerinnen, sondern auch fachfremder Kollegen und Eltern, die Programmpunkte begleiteten, dank der engagierten Gastfamilien und vor allem der Verlässlichkeit der beteiligten Schüler/innen waren diese Begegnungswochen eine sehr bereichernde Erfahrung (nicht nur) für unsere Gäste, die uns entsprechend herzlich bei sich empfangen haben.

Aktuell formiert sich die nächste Gruppe: Schüler/innen, die nun seit gut einem Jahr die französische Sprache erlernen, machen sich bereit für den nächsten Durchlauf des deutsch-französischen Schüleraustauschs und nehmen zunächst auf schriftlichem Weg Kontakt zur Partnergruppe auf, um dann eine Begegnung in Deutschland und eine in Frankreich zu gestalten. 

Es folgen Schülerberichte, vornehmlich über das Vendôme-Projekt und ein Bericht zum Amiens-Projekt von Frau Marterer.

- Ein Tag in der Familie (Elena)

- La journée à Montoire (Jolina Tepel)

- Vendôme besucht Bad Arolsen

- Die Reise nach Vendôme

- Amiens in Bad Arolsen

- Die Reise nach Amiens

 

Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen - Collège Saint Martin Amiens

Wie bereits im aktuellen Jahresbericht angekündigt, startet die Christian-Rauch-Schule im Schuljahr 2016/2017 ein neues Schüleraustausch-Projekt:

Seit ein paar Jahren ist die Fachschaft Französisch auf der Suche nach einer französischen Partnerschule für einen Schüleraustausch. Zunächst reichte es „nur“ für eine sogenannte Drittortbegegnung – eine Jugendbegegnung mit frankophonen Schülern in einer Gruppenunterkunft der französischen Schweiz. Ein Projekt, das sich lohnte, allerdings nicht ganz unsere Ziele erfüllte und mit dem Wechsel von G8 auf G9 und somit dem Sprachbeginn von der 6. auf die 7. Klasse zu früh angesiedelt war.

Im vergangenen Sommer lernte ich Anne-Marie Barloy, Deutschlehrerin an einer Privatschule in Amiens (École Saint Martin: http://www.saint-martin.org/college/), kennen, die mit uns einen „richtigen“ Schüleraustausch initiieren möchte.

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https://www.google.de/url?sa=i&rct=j&q=&esrc=s&source=images&cd=&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjyqJu7mJDSAhXDXBoKHX5wAf0QjRwIBw&url=http%3A%2F%2Fwww.frankreich.org%2Flexikon%2Fkarte&bvm=bv.146786187,bs.1,d.bGg&psig=AFQjCNHierT09wRZtaDdfaKdkCDsbp2s7g&ust=1487182336195219)

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Wir planen also gerade den Probedurchlauf: Eine recht kleine „Pionier-Gruppe“ aus der Jahrgangsstufe 8 wird im Juni nach Amiens reisen und die Partnergruppe im Herbst in Arolsen empfangen. Geplant ist die Weiterführung mit dem nächsten Jahrgang in größerer Gruppenstärke.

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Wir planen also gerade den Probedurchlauf: Eine recht kleine „Pionier-Gruppe“ aus der Jahrgangsstufe 8 wird im Juni nach Amiens reisen und die Partnergruppe im Herbst in Arolsen empfangen. Geplant ist die Weiterführung mit dem nächsten Jahrgang in größerer Gruppenstärke.

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In Amiens wird jede/r Teilnehmer/in in der Familie seines / ihres Corres (Partners) leben und auf diese Weise in den französischen Alltage eintauchen. Vormittags laufen wir in der Schule mit, nachmittags gibt es Programm in der Gruppe, z. B. eine geführte Besichtigung der Kathedrale Notre-Dame inkl. Besuch der Türme mit grandiosem Blick auf Amiens / eine geführte Besichtigung des Rathauses, des Jules Verne Hauses, des „Cirque“ / eine Barkenfahrt durch die sogenannten schwimmenden Gärten / eine Erkundung des Quai Belu & des Altstadtviertels Saint Leu inkl. Restaurantbesuch am Abend, später Besichtigung der farbigen Beleuchtung der Kathedrale / einen Tag an der Küste, mit dem touristischen Zug eine Fahrt entlang der Bucht von Le Crotoy nach Saint Valery sur Somme / eine geführte Besichtigung der Abtei Walloires und deren Gärten oder eine Besichtigung des Schlosses in Rambures. (Bilder der genannten Sehenswürdigkeiten s. u.). Am Ende der Woche verbringt jede/r noch einen Tag in der Gastfamilie (mit unterschiedlichem Programm, eine Familie plant offenbar einen Ausflug nach Paris). Die Lehrer bleiben vor Ort und damit erreichbar.

Zwei Zitate zeugen davon, wie schön es in Frankreichs Norden ist – nicht nur landschaftlich, sondern auch menschlich:

 

C'est une belle région. C'est comme une piscine d'eau froide, difficile d'y entrer, mais après on y est bien. (Une française de la région)

Es ist eine schöne Region. Es ist wie ein Schwimmbad mit kaltem Wasser, schwer reinzukommen, aber nachher fühlt man sich dort wohl. (Eine Französin der Region)

 

Quand y’a un gars qu’y’est obligé d’v’nir viv’ din ch’Nord, y braie deux foâs : quand’y’arrive et quand’y’r’part » (Les Ch’tis)

Wenn es einen gibt, der gezwungen ist, in den Norden zu gehen, um dort zu leben, flennt er zwei Mal: Wenn er dort ankommt und wenn er von dort weg muss. (Sprichwort der Nordfranzosen (der Sch’tis), zitiert in dem bekannten Film „Willkommen bei den Sch’tis“)

Wir werden von unseren Erlebnissen berichten. Seien Sie gespannt!

Hier ein paar Eindrücke von regionalen Sehenswürdigkeiten:

Le quai Belu / le quartier Saint Leu

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(https://c1.staticflickr.com/4/3139/2306332046_b6ec7d7905_b.jpg)

Les jardins flottants

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 (https://heritageandarts.files.wordpress.com/2013/11/amiens_-_cathc3a9drale.jpg?w=225)

 La cathédrale d’Amiens

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(https://heritageandarts.files.wordpress.com/2013/11/amiens_-_cathc3a9drale.jpg?w=225)

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(https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/7c/9c/43/7c9c437a45cf41569db22b166dbf872f.jpg)

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(http://de.france.fr/sites/default/files/c_crt_picardie_-_as._flament_-_kathedrale_notre_dame_amiens_skertzo.jpg)
 

La maison de Jules Verne

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(http://lusile17.l.u.pic.centerblog.net/79e85f8b.jpg)

 

La mairie

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(http://ekladata.com/akLJicYBCeAJvivoxtKofB92J7E.jpg)

 

Le cirque

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(http://mustseeplaces.eu/wp-content/uploads/2016/10/cirque-jules-verne.jpg)

 

La côte

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(http://img.over-blog-kiwi.com/0/26/56/28/20140804/ob_451fc7_082.JPG)

 

Le train touristique

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(http://www.guidesomme.fr/wp-content/uploads/2016/03/train-baie.jpg)

 

Le Crotoy à Saint Valery sur Somme

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(http://www.cfbs.eu/images/site/center/horaires/plan.jpg)

 

Abbaye de Valloires

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(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/aa/Abbaye_de_Valloires_dans_la_Somme.jpg)

 

Château de Rambures

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(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3e/Château_de_Rambures.jpg)

 



Vor einiger Zeit rief der französische Poetry-Slamer Grand Corps Malade Musiker und Poeten der Nation dazu auf, Beiträge zum Thema „Il nous restera ça“ ("Das wird uns bleiben") zu erstellen und veröffentlichte einige Beiträge in seinem Album.

Diesem Aufruf folgten auch einige Französisch lernende Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 der CRS. Sie dichteten in einer Projektarbeit zwei sehr poetische und inhaltsreiche Texte, in denen das Leben Jugendlicher, deren Ängste, Hoffnungen und Wünsche thematisiert werden. Die beiden Ergebnisse werden bald von einer Jury im Rahmen des FrancoMusiques- Wettbewerbes ausgewertet.

Die Schülerinnen und Schüler übersetzten ihre geschriebenen Texte mit viel Engagement ins Französische, begegneten damit neuem Wortschatz und neuen grammatischen Strukturen der französischen Sprache. Gleichzeitig probierten sie aber auch unterschiedliche Instrumente aus, übten Akkorde ein, unterstützten sich gegenseitig bei dem Erlernen der beiden Refrains und brachten schließlich Melodie und Liedtext zusammen. Als Krönung der Projekttage wurden die beiden Lieder aufgenommen. Die Ergebnisse lassen sich hören:

1. Ils ont eu l’influence (Audio_I.mp3)

2. Il nous restera ça (Audio_II.mp3

 

 

Ils ont eu l’influence… (Audio I.)

1. Ils ont eu l’influence négative et j’ai commencé par fumer.

J’ai pris des drogues et j’ai tout perdu.

Je me suis senti seul.

Sie hatten einen schlechten Einfluss auf mich und ich fing an zu rauchen.

Ich nahm Drogen und habe alles verloren.

Ich fühlte mich alleine.

Refrain : Ne commencez pas comme moi, mais faites attention de ce qui est important parce qu’il nous restera ça.

Fangt nicht wie ich an, sondern achtet auf das, was wichtig ist, denn das bleibt uns.

2. J’ai eu peur et j’ai voulu que mes parents m’aident.

Je suis allé chez eux et nous avons parlé.

Ça m’a beaucoup aidé et m’a ouvert les yeux.

Ich hatte Angst und wollte, dass meine Eltern mir helfen.

Ich ging zu ihnen und wir haben geredet.

Das hat mir die Augen geöffnet.

3. Ils ont dit: «  Change ta classe et tes amis! »

Dans m’a nouvelle classe j’ai trouvé des amis qui ne m’influencent pas négativement.

Au contraire, ils m’ont aidé.

Sie sagten: „ Wechsele die Klasse und die falschen Freunde“.

In meiner neuen Klasse, fand ich Freunde, die mich nicht negativ beeinflussen.

Im Gegenteil: Sie halfen mir

4. Maintenant mes parents sont fiers de moi.

Je n’ai plus de faux amis.

Mes amis et les bonnes choses - Il nous restera ça.

Jetzt sind meine Eltern stolz auf mich.

Ich habe keine falschen Freunde.

Meine Freunde und die guten Sachen – Das bleibt uns.

 


Il nous restera ça…(Audio II.)

Autrefois, nous n’avons pas pensé à l’avenir. Nous nous sommes baladé(es) sans soucis et sans problèmes. Nous avons pleuré à cause de chaque bagatelle dont nous pouvons rigoler aujourd’hui.

Notre plus grand souci était de perdre notre meilleur ami l’ours en peluche. Personne ne s’est pas fait de souci sur des conséquences des petits mots qu’on a dits.

Früher dachten wir nicht an die Zukunft. Wir liefen ohne Sorgen und Probleme umher. Wir weinten wegen Kleinigkeiten, über die wir heute lachen können.

Unsere größte Sorge war es, unseren besten Freund, den Teddybär, zu verlieren.

Niemand musste sich Gedankten Ausgesprochenes machen.

Refrain: Mais pourquoi tout est si difficile maintenant? Est-ce que quelque chose va changer? Il nous restera ça.

Aber warum ist jetzt alles so schwer? Wird sich etwas ändern? Das bleibt uns.

C’est comme ça chez les enfants – une vie sans soucis. Nous dansons et chantons dans la pluie et nous rigolons en pleurant. Oh oh.

Quand nous tombons, nous nous levons de nouveau.

La joie est aussi grande que la douleur.

Aujourd’hui, nous nous blessons par des mots. Et la douleur est plus forte qu’un coup au visage.

So ist das Leben als Kind – ein Leben ohne Sorgen. Wir tanzen und singen im Regen und wir lachen beim Weinen.

Wenn wir fallen, stehen wir wieder auf.

Die Freude ist so groß wie der Schmerz.

Heute verletzen wir uns durch Worte. Und der Schmerz ist größer als bei einem Schlag ins Gesicht.

Je veux que l’avenir soit plus facile et que je vais avoir de la santé.

Je veux avoir un métier de rêve et découvrir le monde.

Plus tard, je peux décider ce que je veux et je veux avoir une famille.

Je veux être heureux.

Et peut-être la jeunesse va me manquer.

Ich möchte, dass die Zukunft leichter sein wird, und dass ich Gesundheit haben werde.

Ich möchte meinen Traumberuf machen und die Welt entdecken.

Später kann ich alleine entscheiden, was ich will. Und ich möchte eine Familie haben.

Ich möchte glücklich sein.

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