(Quelle: wlz-online.de vom 11.02.2019)

 

Korbach. 13 Schulen aus dem Waldecker Land und damit mehr als in den Vorjahren haben ihre Schulsieger zum Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs geschickt.

woelker vorlesewettbewerb

Wunder: So lautet der Titel des Buches, das Henrike Wölker (12 Jahre) von der Christian-Rauch-Schule ausgewählt hatte. Sie überzeugte die Jury beim Kreisentscheid.
 
Die Nervosität stand den meisten ins Gesicht geschrieben. Doch von Satz zu Satz wurden die Vorleser sicherer. Und als der erste Schüler mit seinem Vortrag fertig war, fiel ihm spürbar ein Stein vom Herzen. 

Der Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs in der Jugendherberge in Korbach war ein Krimi. Dr. Hartmut Wecker, Leiter des Fachdienstes Öffentlichkeitsarbeit und Kultur, betonte zwar, dass niemand aufgeregt sein müsse. Denn jeder Teilnehmer sei bereits ein Sieger – Sieger im Vorlesen an seiner jeweiligen Schule. „Und unsere Jury ist viel lieber als die von Dieter Bohlen.“ Damit lockerte er die Stimmung auf und das Publikum lachte.

Nichtsdestotrotz waren viele der 13 Jungen und Mädchen angespannt. Schließlich hatten sie viele fremde Menschen vor sich, denen sie neben einem ausgewählten auch einen für sie neuen Text vorlesen sollten. Die Teilnehmer kamen von verschiedenen Schulen im Waldecker Land, zum Beispiel von der Kaulbach-Schule in Bad Arolsen und von der MPS Sachsenhausen. 

„Wir freuen uns, dass wir so viele Teilnehmer haben, mehr als in den Vorjahren“, sagte Dr. Wecker. Dem Lampenfieber zum Trotz steigerten sich manche im Laufe ihrer gut drei Minuten, die sie Zeit hatten, ihren Text vorzulesen. Gut betont und deutlich gesprochen sollte es sein. Manch einer las leiser, der andere lauter. Eine Schülerin war eifrig bei der Sache, las schneller als andere. Einige Passagen wurden gar hektisch vorgelesen, vielleicht vor lauter Aufregung. Viele lasen souverän vor, so dass der Jury die Entscheidung schwerfiel. Denn es konnte nur einer gewinnen. Die vorgelesenen Passagen handelten von Elfen und besten Freundinnen, von unordentlichen Brüdern und den schrecklichsten Müttern der Welt. Jeder las schließlich noch einen Fremdtext aus dem Buch „Vier Wünsche ans Universum“ von Erin Entrada Kelly.

Jeder Teilnehmer erhielt neben ganz viel Applaus eine Urkunde und ein Buchgeschenk des Börsenvereins: „Das Museum der sprechenden Tiere“ von Helen Cooper.

(von Stefanie Rösner)

(Quelle: wlz-online.de, 26.02.2016)
Fürs Schreiben begeistern


An einer Schreibwerkstatt mit Lyrikerin Orsolya Kalász nahmen zwei Deutsch-Leistungskurse der Christian-Rauch-Schule teil. Kunstwerke wie Bosios „Hyazinth“ im Bad Arolser Rauch-Museum lieferten Anregungen. © Sandra Simshäuser

Bad Arolsen. Der Wurf einer Diskusscheibe brachte einst den schönen Jüngling Hyazinth zu Fall. Die Geschichte aus der griechischen Mythologie inspiriert bis heute: Im Christian-Daniel-Rauch-Museum lieferte die Skulptur Anregungen für Gedichte, die Bad Arolser Gymnasiasten im Rahmen des Jugendwettbewerbs „lyrix“ verfassten.

Kreatives Schreiben Jugendliche will der bundesweite, vom Ministerium für Bildung und Forschung geförderte Wettbewerb für das kreative Schreiben begeistern.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museumsbund war das Bad Arolser Rauch-Museum als eines der Häuser ausgewählt worden, die ihre Exponate für die lyrischen Arbeiten bereitstellen. So wurde der ehemalige Marstall für einen Vormittag zum Klassenzimmer, den zwei Deutsch-Leistungskurse der Christian-Rauch-Schule mit ihren Lehrerinnen Katja Schmidt und Kornelia Brinkmann bezogen.

„Das Tor in deiner Sprache“ heißt das Leitmotiv für den Februar im „lyrix“-Jahr. Sprache will indessen lebendig präsentiert werden, um Lust aufs Schreiben zu machen. Als professionelle Autorin übernahm es daher die gebürtige Ungarin Orsolya Kalász, Anregungen für die Schüler der Qualifizierungsphase II zu liefern.

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