Bau der Photovoltaikanlage auf der CRS Bad Arolsen für Mai/Juni geplant

von Armin Hass (WLZ-Ausgabe vom 05.04.2019)

Bad Arolsen - Strom vom Dach der Christian-Rauch-Schule soll ab Mai eine Photovaltaik-Anlage liefern. Volker Klös von der
Sonneninitiative Marburg stellte die Pläne dazu vor.
Das Projekt ist als Bürgersolaranlage vorgesehen, daher wurden am Mittwochabend bei einem Informationsabend in einem
Besprechungsraum der CRS die ersten Adressen von Interessierten gesammelt. Der Verein will auf Initiative der Gruppe „Grüne
CRS“ auf den gen Osten, Süden und Westen geneigten Dächern des Gymnasiums Solarmodule mit einer Stromleistung von 220
000 kWh installieren lassen. Dazu sollen die Flächen vom Schulträger Landkreis Waldeck-Frankenberg angemietet werden, der
dann auch per Vertrag Strom abnehmen würde.
Beim Kreis muss aber noch die Baugenehmigung geprüft werden, was mehr Zeit als vorgesehen benötigt. Daher wird mit dem Bau
nicht, wie in einer gemeinsamen Mitteilung von CRS, Sonneninitiative und Landkreis angekündigt, in den Osterferien begonnen.
Klös rechnet nun mit einer Installation im Mai oder Juni. Dazu muss die CRS eingerüstet werden, um auf dem Dach sicher
arbeiten zu können. Außerdem müssen im Gebäude aufwändig Kabel verlegt und Anschlüsse an das Versorgungsnetz geschaffen
werden.

Solar WLZ

Bereit für Energiewende an Christian-Rauch-Schule: (von links) Volker Klös (Sonneninitiative Marburg),
Stadtverordneter Ludger Brinkmann, CRS-Lehrer Werner Sostmann, Lars Mikolweit („Grüne CRS“) und
Elternbeiratsvorsitzender Wolfgang Fromm. Foto Armin Hass

Wichtig sei die frühzeitige Bereitstellung der Anlage, damit der Abnahmepreis nach Erneuerbare Energien-Gesetz nicht noch
weiter sinkt. Zugleich wird ein Treuhandkonto einrichtet, auf das die Beteiligten ihr Geld einzahlen. Mindestbeteiligung sind
schätzungsweise 1000 Euro für vier Module (ein kWp). Bevorzugt sind Investoren aus dem engeren Bereich der CRS, zudem
weitere interessierte Arolser Bürger. Das Solarkraftwerk sei nicht als Anlageobjekt geplant, sondern solle primär den Ausstoß von
CO 2 durch den Verzicht auf fossile Energieträger senken helfen. Gerechnet wird mit einem Einsparvolumen von 200 Tonnen CO2
pro Jahr. Zudem könne die Schule die Hälfte des Eigenbedarfs decken.
Geplant ist auch die Installation von zehn Stromladesäulen für E-Autos und -Fahrräder. Die wird aber wegen der noch nicht ganz
klaren Nachfrage von dem Solarprojekt getrennt verfolgt. In Aussicht stehen Zuschüsse des Bundes von 50 Prozent, wenn die
Säule auf öffentlichem Grund errichtet wird.
„Wir wollen erst den Bedarf genau prüfen“, sagte CRS-Lehrer Werner Sostmann dazu. Derzeit parkt noch kein E-Mobil an der
CRS.
„Zwar hat die Hälfte der befragten Lehrer grundsätzlich Interesse am Erwerb geäußert, doch setzen sie auf sinkende Preise“, sagt
Lars Mikloweit, Schüler in der Gruppe „Grüne CRS“.


Kontakt: Sonneninitiative, Verein zur Förderung privater Sonnenkraftwerke, Birkenstraße 2, 35041 Marburg-Michelbach, Telefon:
06420/839902, www.sonneninitiative.de