Landrat Dr. Kubat unterstützt die Ausstattung der CRS mit einer PV-Anlage und den damit gekoppelten Umstieg auf E-Fahrzeuge.

Am vergangenen Montagmorgen bekam die Christian-Rauch-Schule Besuch vom Landrat des Landkreises Waldeck-Frankenberg, Dr. Reinhard Kubat. Er folgte damit einer Einladung des neuen Schulleiters, Markus Wagener, zu einem Gespräch mit dem schulischen Arbeitskreis „Grüne CRS“ über die geplanten Vorhaben.

Die Schüler Jan Eric Stöckel, Lars Mikloweit und Kevin Andrita stellten kurz die Entstehungsgeschichte des Arbeitskreises sowie ihre Pläne vor. Wolfgang Fromm, der Vorsitzende der CRS-Elternvertretung, verwies auf die Ausstrahlung des Projektes in die Stadt. Physiklehrer Patrique Fischer verwies auf die Eingebundenheit des Projektes in die Fächer des Mint-Bereiches und Volker Klös, Geschäftsführer des mit der Realisierung des Projektes beauftragten Unternehmens „Sonneninitiative Marburg e.V.“, erläuterte das Geschäftsmodell sowie das Bauvorhaben.

Möglichst bereits während der kommenden Osterferien soll auf den Dächern der CRS eine leistungsstarke PV-Anlage installiert werden. Anschließend werden Ladesäulen für E-Fahrzeuge auf den dafür geeigneten Stellflächen aufgebaut. Schließlich wird der Umstieg auf E-Fahrzeuge unter den Pendlern im Kollegium und in der Schülerschaft vorangetrieben.

Das Geschäftsmodell der Sonneninitiative Marburg e.V. bietet die Möglichkeit, Beteiligungen zu erwerben und somit Miteigentümer der Anlage zu werden. Das eingebrachte Kapital könnte eine Verzinsung in Höhe von bis zu 3,5% erbringen. Perspektivisch könnte bei Interesse sowohl die Kaulbachschule als auch die benachbarte Berufsschule mit einbezogen werden. Eine solche PV-Anlage würde auf den Dächern der drei Schulen bis zu 1000 Kilowatt Peak erzeugen können.

Landrat Dr. Kubat zeigte sich begeistert vom CRS-Projekt und lobte die Akteure als Vorbilder für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung. Greta Thunbergs Engagement sei ausschließlich positiv zu bewerten und er gebe ihr Recht in ihrer Kritik am zu langsamen Agieren der Politik zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens. Das CRS-Projekt biete jedoch über den Protest hinaus modellhaft Handlungsoptionen an, wie die Umwelt besser gestaltet werden könne, wurde angemerkt.

Ein Umstieg auf E-Mobilität sei richtig und wichtig. Die Schüler sollten sich nicht durch Kritik an ihrer Arbeit für die E-Mobilität von ihrem Kurs abbringen lassen.

Auch der Landkreis Waldeck-Frankenberg arbeite an einem Umstiegskonzept, erläuterte Dr. Kubat und verwies auf die kürzlich veröffentlichte Studie zur Situation der E-Mobilität im Landkreis Waldeck Frankenberg und 4 weiterer Landkreise in unserer Region. Mit den öffentlich zugänglichen Daten und Fakten soll die E-Mobilität im privaten und öffentlichen Bereich vorangetrieben werden.

Besonders die Kooperation des Arbeitskreises mit dem Mint-Bereich der CRS hob Kubat lobend hervor, da die wichtigsten Ressourcen unseres Landes durch Know How und technische Entwicklungen entstehen würden. Deshalb auch habe der Landkreis die Förderung dieses wichtigen Zukunftsbereiches im Blick.

Konkret vereinbart wurde abschließend, dass die Sonneninitiative Marburg e.V. in Abstimmung mit dem Landkreis die statische Freigabe der infrage kommenden Dachflächen erwirkt, die Ergebnisse der bereits beantragten Netzprüfung in die Planungen eingearbeitet werden und in den kommenden Osterferien die PV-Anlage installiert werden soll.

Der Arbeitskreis „Grüne CRS“ veranstaltet deshalb am Mittwoch, dem 03.04.2019 ab 18.00 Uhr im Filmsaal der CRS einen Infoabend, auf dem Experten von der Sonneninitiative Marburg e.V. gezielt potentielle Investoren in die CRS-PV-Anlage, aber auch interessierte Umsteiger auf E-Mobilität informieren werden.

 

Hier findet sich der entsprechende Artikel in der WLZ.