TauschRausch Plakat

 

Warum eine Kleidertauschbörse  an der  Christian-Rauch-Schule?    

In den letzten 15 Jahren ist der Verkauf von Kleidung weltweit um das Doppelte angestiegen, während die durchschnittliche Nutzungsdauer eines Kleidungsstückes stark zurückgegangen ist. Nicht mal ein Jahr behalten wir ein Kleidungsstück im Schnitt. Reparieren? In vielen Fällen keine Option. 

Die Textilindustrie hat in den Erzeugerländern oft katastrophale Folgen für die Umwelt.

 

Der Preis, der im Laden gezahlt wird, erscheint zwar gering, doch der Preis, den die Umwelt zahlt, ist dagegen gigantisch. 

Die gesamte Textilproduktion verursacht in nur einem Jahr über eine Milliarde Tonnen CO².

Das ist mehr als alle jährlichen internationalen Flüge und Schifffahrten zusammen freisetzen.

Dazu kommt die Verschmutzung der Meere durch Mikroplastik aus Textilfasern und die Verwendung giftiger Chemikalien. (Quelle: Melina Grundmann, 12.04.18 für Deutsche Welle)

Wir möchten mit unserer Kleidertauschbörse über diese Zusammenhänge informieren, aber auch einen kleinen Beitrag zur Verringerung des momentanen Textilwahnsinns leisten. Jeder Einzelne kann hierbei etwas Sinnvolles für die Umwelt tun. Deshalb steht unsere Kleidertauschbörse unter dem Motto

„Tauschen statt wegwerfen“.

Wie wird getauscht?

Nicht mehr getragene, gut erhaltene, heile Oberbekleidung (Jacken, Pullover, Hosen, aber auch zu klein gewordene Konzertkleidung etc.) wird gewaschen gegen Wertmarken in der Schule abgegeben. 

Abgegeben werden können maximal 15 Kleidungsstücke pro Person – jedoch keine Unterwäsche! Am Tag der Kleidertauschbörse kann pro Wertmarke je ein neues Kleidungsstück erworben werden.

Wann und wo kann Kleidung in der CRS abgegeben werden?

Jeden Di. und Do. von 13.10 bis 13.40 Uhr gegenüber Raum 149 sowie am 07.02. 2020 parallel zum Elternsprechtag von 16.00-20.00 Uhr oder am Samstag, dem 08.02.,  von 09.00  - 11.00 Uhr. 

Auch wer nichts abzugeben hat, ist herzlich eingeladen zum Stöbern. Wertmarken können auch käuflich erworben werden zum Preis von 5,00€ pro Stück. 

Die übrig gebliebenen Kleidungsstücke werden an regionale gemeinnützige Einrichtungen, z.B. das Rote Kreuz gespendet.

Tauschbörse und Verkauf von Wertmarken finden statt am Samstag, 08.02.2020, von 11.00- 15.00 Uhr in der CRS- Cafeteria.     

   

Herzlich willkommen!!!                                                                                                                                          i.A. Arbeitskreis „Grüne CRS“

 

Quelle: wlz-online vom16.01.2020

 

Schüler werben für Nachhaltigkeit beim Konsum

In Bad Arolsen wird eine Tauschbörse für Kleidung am Gymnasium angeboten. Schüler werben hiermit für Nachhaltigkeit beim Konsum.

 nachhaltigkeit schule gymnasium
Die Christian-Rauch-Schule setzt auf Nachhaltigkeit: mit einer Kleidertauschbörse am 8. Februar und der Wan derausstellung „Fit for Fair“, die von der Arbeitsgruppe „Grüne CRS“ begleitet wird. Mit im Bild: die Lehrer Werner Sostmann und Martin Riese, Schulleiter Markus Wagener, Beatrix Broeker von der Fairtrade-Steuergruppe und Elternvertreter Wolfgang Fromm. 

 

Beide Projekte haben den gleichen Hintergrund und dasselbe Ziel. „Wir wollen das Bewusstsein für den Textilwahnsinn schärfen, der den Planeten bedroht“, unterstreicht Lehrer Werner Sostmann, der die Ausstellung gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Grüne CRS betreut. Neben Informationen zu den häufig katastrophalen Produktionsbedingungen und Niedrigstlöhnen bei der Herstellung von Sportbekleidung und -artikeln geben die Texttafeln Auskunft darüber, worauf beim Kauf geachtet werden sollte.

Überzeugungsarbeit notwendig

Mehr Überzeugungsarbeit im Vorfeld war nötig, um einen größeren Schülerkreis von Sinn und Zweck einer Kleidertauschbörse zu überzeugen, wie Werner Sostmann verriet. Tauschen statt wegwerfen ist hier der Leitgedanke. Für manche Jugendliche sei die Vorstellung offenbar noch unangenehm oder peinlich, ihre Kleidung herzugeben oder gebrauchte Sachen zu tragen

In der AG Grüne CRS habe man indes festgestellt, dass Tauschbörsen in größeren Städten schon gang und gäbe seien. Der Erfolg der Tauschbörse am Samstag, 8. Februar, von 11 bis 15 Uhr im Schulfoyer wird vor allem davon abhängen, wie viele Menschen mitmachen. 

 

Gebrauchte, gut erhaltene und gewaschene Oberbekleidung kann dienstags und donnerstags von 13.10 bis 13.40 Uhr und am Veranstaltungstag zwischen 10 und 11 Uhr gegen Wertmarken in der Schule abgegeben werden. Bei der Kleidertauschbörse kann dann pro Wertmarke ein neues Kleidungsstück erworben werden.

Diese Generation ist gefordert

Nun hoffen die Macher der Arbeitsgruppe Grüne CRS, dass die Tauschbörse und die Ausstellung von vielen Schulklassen besucht und beherzigt werden. 

Mehrere Jugendliche der AG verstehen sich als Umweltbotschafter und kommen auf Einladung auch in einzelne Klassen, um ihren Mitschülern das Thema näherzubringen. Sie sind sich bewusst, dass ihre Generation gefordert ist, sich für die Rettung der Umwelt einzusetzen. 

Als Sprecherin der Steuergruppe Fairtrade-Stadt Bad Arolsen begrüßt Beatrix Broeker beide Projekte. „Fairer Handel gehört zum Nachhaltigkeitsgedanke“ sagt Broeker. Unter dem Motto „Faire Bälle in Schule und Verein“ setzt sich auch die Steuergruppe für gerecht gehandelte Sportartikel ein. 

(Sandra Simshäuser)

(Quelle: WLZ-Online.de, 12.12.2019)

 

Blech- und Holzbläser vereint: Die Big Band der Christian-Rauch-Schule unter Leitung von Werner Sostmann.
 

Mit ihren Weihnachtskonzerten in der Stadtkirche haben die Gymnasiasten und ihrer Musiklehrer erneut den Höhepunkt des Musikjahres in der Kulturhauptstadt Waldecks markiert.
So fulminant wie in diesem Jahr ging es indes selten zu. Kein Wunder, wird doch der Initiator der Konzerte, Maestro Rainer W. Böttcher, zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet. Auch sein langjähriger Kollege und Bigband-Chef Werner Sostmann legte mit seiner swingenden Combo den letzten Auftritt in großem Rahmen hin.

Es bestand Anbaubedarf

So kam es, dass in der zweiten Konzerthälfte noch Anbaubedarf bestand: sage und schreibe 45 Ehemalige, die Ältesten vom Abi-Jahrgang 1982, gesellten sich allein zum Chor hinzu, um den scheidenden Pädagogen ihre Reverenz zu erweisen.

Zehn Ehemalige verstärken Jugendsinfonieorchester
 

Weitere zehn Ehemalige verstärkten das Jugendsinfonieorchester, so dass zu Puccinis Messa di Gloria und Mendelssohns Vom Himmel hoch Chorraum, Emporen und Seitengänge von Sängern und Musikanten schier überquollen. Nahezu drei Stunden zuvor hatte das Konzert deutlich ruhiger begonnen. In langjähriger Tradition stellten die Orchesterklassen und das Jugendorchester, das Blechbläserensemble und der Unterstufenchor ihre Fortschritte in der mit Angehörigen brechend voll besetzten Kirche vor.

Neben den Musiklehrern sowie Schulleiter Markus Wagener übernahmen mehrere Oberstufenschüler und Ehemalige das Dirigat. Bepackt mit Celli, Geigen, Posaunen und Fagott, die über die Emporentreppen hinunter- und wieder hochgeschleppt werden mussten, vermittelten die Jugendlichen nebenbei einen Eindruck davon, was die Musikschüler tagein, tagaus bei ihren Probestunden auf sich nehmen.

Von klassisch bis ganz cool

Das Ergebnis jahrelangen Übens war nach der Pause zu hören. Zu den zahlreich vertretenen Weihnachtsliedern und Medleys steuerte die Bigband eine coole Charlie-Brown-Christmas bei. Steffen Hauses Kammerchor träumte von der White Christmas, der große Chor präsentierte „A Hanukkah Wish“, bevor das Orchester jeden freien Zentimeter belegte.

Mit Maria Müller-Muth, Lisa-Maria Schelberg und Rainer Böttcher, die abwechselnd dirigierten, und diversen Solistinnen rissen klassische Sonaten und donnernde Medleys wie Andersons Christmas Festival immer wieder zu stürmischem Beifall hin. Einen Extra-Applaus für alle Musiklehrer, Helfer und Unterstützer hatte bereits das Moderatoren-Duo Alexa Gumprich und Eric Flamme herausgekitzelt.

Beifall mündet in Begeisterung

Der Beifall war noch steigerungsfähig und mündete in der Begeisterung, mit der die gemeinsamen Lieder „Herbei, o ihr Gläubigen“ und das abschließend donnernde „O du fröhliche“ gefeiert wurden, das Rainer Böttcher vor Jahren eigens für seine Musici gesetzt hatte.

Ein bewegtes „Danke, Danke, Danke an alle“, die das musikalische Großereignis mit ermöglicht hatten, richtete der sichtlich bewegte Dirigent Rainer W. Böttcher an seine Schüler und Wegbegleiter.

Generationen von Schülern begeistert

Die Überraschung war gelungen, als Schulleiter Markus Wagener nach dem Auftritt der Big-Band das Wort ergriff, um den langjährigen Band-Leader Werner Sostmann und dessen Kollegen Rainer W. Böttcher mit Ehrentiteln zu würdigen und zu verabschieden. Für beide Lehrer, die das Musikleben an der Christian-Rauch-Schule über mehr als drei Jahrzehnte geprägt haben, war das Konzert am Montagabend in der Stadtkirche das letzte CRS-Weihnachtskonzert. 

"Zeugen eines historischen Ereignisses"

„Wir sind alle Zeugen eines historischen Ereignisses“, kommentierte Wagener. Unter dem Applaus von 300 Eltern und Schülern rief er den Musiklehrern zu: „Danke für die Begeisterung, die ihr uns allen mitgegeben habt, Danke für die vielen schönen Reisen, Danke für das Arolser Klangwunder!“ 

Äußerlich seien die beiden so unterschiedlich, wie zwei Lehrer nur sein könnten. Gemeinsam sei beiden aber die Begeisterungsfähigkeit für die Musik. Immerhin hätten die beiden es geschafft, Generationen von CRS-Schülern für die Musik zu begeistern. Das bleibe bestehen.

Von Sandra Simshäuser und Elmar Schulten

 

Greta Böttrich (6b) gewinnt den Schulentscheid

 

Schon vor dem Ende der Pause hatten sich alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus der Jahrgangsstufe 6 in der Mediothek der Schule versammelt. Zu Hause hatten sie vorher schon ihre Texte geübt und ihre Präsentationen vorbereitet. Nun warteten alle sehnsüchtig auf den großen Moment, endlich ihre sorgfältig ausgewählten Textstellen vorlesen zu dürfen. Die Aufregung war groß, glücklicherweise durften sich alle Schüler einen Freund oder eine Freundin mitnehmen, dessen Aufgabe darin bestand, die Teilnehmer zu unterstützen und als Fan zu fungieren.

VLW 2019 Gruppe

Alle Vorleser aus den Klassen 6 mit ihren Unterstützern

 

Nach ein paar einleitenden, Mut machenden und motivierenden Sätzen von Frau Köhler-Klein, welche die Mediothek betreut, ging es los mit dem Festlegen der Reihenfolge durch das Ziehen von Schoko-Schneemännern, welche mit je einer Zahl von eins bis acht versehen waren. Dann startete die Teilnehmerin mit der Zahl eins und stellt ihr Buch vor. Es war der Auftakt von vielen spannenden, witzigen und interessanten Büchern, die präsentiert und aus denen vorgelesen wurde, bis auch die letzten Schüler ihr Buch vorgestellt hatten. Die Jury, welche aus Herrn Sauerwein, Herrn Sostmann, Herrn Volkmann, Frau Fialkowske, Frau Köhler-Klein, traditionell auch der Siegerin des letzten Jahres und zwei Schülerinnen aus der Schülerzeitung bestand, beriet sich abschließend anhand ihrer Punkteverteilung während des Vorlesens, wer der Sieger oder die Siegerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbs ist. Bei der Siegerehrung gab dann Herr Sauerwein die Platzierungen eins bis drei bekannt. Es war ein Kopf an Kopf-Rennen um den ersten Platz, welches letztendlich von der Schülerin Greta Böttrich (6b) mit dem Buch „Kannawoniwasein!“ gewonnen wurde. Selbiges dachte sie sich auch, als ihr Name als Siegerin verkündet wurde. Den zweiten Platz belegte Johanna Horn (6c), die aus dem Buch „Das Jahr als die Bienen kamen“ vorlas und der dritte Platz ging dieses Jahr an Christian Grummann (6a), der einen Auszug aus „Die fabelhafte Miss Braithwhistle“ vortrug. 

VWL 2019 Sieger

Die drei Bestplatzierten beim diesejährigen Schulentscheid: v.l. Christian Grummann (3.), Greta Böttrich (1.), Johanna Horn (2.), Tim Sauerwein (Fachbereichsleiter)

 

Die Freude war den Dreien deutlich anzusehen, zugleich waren sie auch überrascht von ihrer eigenen Leistung und erleichtert den Wettbewerb überstanden zu haben. Allen anderen merkte man jedoch an, dass sie ein wenig enttäuscht waren, sich aber trotzdem für die drei Gewinner freuten. Zum Schluss stärkten sich alle mit Keksen, Wasser, Apfelschorle und Tee. Später haben die drei Gewinner an, dass sie alle nicht mit ihrer Platzierung gerechnet haben und sich vorher zu Hause intensiv auf ihre Präsentationen vorbereitet hatten. Gleichzeitig sagten sie auch, dass sie Unterstützung von zuhause bekommen haben.  Abschließend lässt sich feststellen, dass der Vorlesewettbewerb auch in diesem Jahr wieder ein großer Erfolg war.

Wir wünschen Greta Böttrich bei der nächsten Runde, dem Kreisentscheid, viel Erfolg.

 

 

von

Paula Kleinschmidt und Seyma Özdemir

 

Der Artikel ist auch in der Printausgabe der WLZ vom 23.12.2019 erschienen.

 

 

Der neue Jahresbericht der Christian-Rauch-Schule ist erschienen. Er gibt wieder einen breiten Überblick über das Geschehen an der CRS im vergangenen Schuljahr - unterrichtliche Aktivitäten, Exkursionen und Fahrten verschiedener Art und vieles mehr, was das Schulleben ausgemacht hat. Das Stöbern macht eine Menge Freude. Der Jahresbericht ist für 4 € über den Klassen- oder Kurslehrer zu erwerben.

 

Jahresbericht

Quelle: wlz-online vom 15.11.2019

 

Herausragende Werke als Anregung für künftige Schüler

Bad Arolsen – Sechs herausragende Schülerarbeiten der Klasse 8d an der Bad Arolser Christian-Rauch-Schule übergab ihr Lehrer Erich Müller mit Direktor Markus Wagener an die Bibliothek des Waldeckischen Geschichtsvereins.

arolsen crs waldeckischen geschi verein

Bei der Übergabe der Arolser Schülerarbeiten an die Bibliothek des Waldeckischen Geschichtsvereins – von links: die Vizevorsitzende Britta Hain, CRS-Schulleiter Markus Wagener, Lehrer Erich Müller, Bibliotheksleiter Philipp Wilhelm Emde sowie die Schüler Lilith Israel, Lana Krummel, Antonia von der Emde, Cora-Celine Gutschank, Johannes Riebeling und Philipp Grummann.
 
 

Was geschah am 5. Januar 1735 beim Stadtbrand in Rhoden? Welche Bedeutung hatte Bildung im 18. Jahrhundert? Welche Auswirkungen hatte der Siebenjährige Krieg auf Waldeck? 

Mit solchen Fragestellungen aus der Epoche des Barock haben sich Gymnasiasten des achten Jahrgangs von Februar bis Juni beschäftigt. Das Ergebnis ihrer Forschungen ist ab sofort beim Geschichtsverein einsehbar:

  • Philipp Grummann schrieb über Auswirkungen des Siebenjährigen Krieges auf Nordwaldeck.
  • Lilith Israel beschrieb französische Lustschlösser und Barockgärten am Beispiel der Kasseler Karlsaue und der Organgerie.
  • Cora-Celine Gutschank erforschte auch im Stadtarchiv ihrer Heimatstadt den Rhoder Stadtbrand vom 5. Januar 1735. 
  • Lana Krummel ging auf die Bedeutung der Bildung im 18. Jahrhundert ein.
  • Antonia von der Emde widmete sich dem Buchdruck in Mengeringhausen und der Bedeutung des Buches im frühen 18. Iahrhundert. 
  • Johannes Riebeling schrieb über das barocke Residenzschloss in Arolsen.

„Lernen und Projekt“

Schon vor langer Zeit sei an der Schule beschlossen worden, den Unterricht in der Mittelstufe fächerübergreifend zu gestalten, erläutert Markus Wagener. In der achten Klasse steht für die Schüler deshalb  „Lernen und Projekt“ auf dem Stundenplan, abgekürzt „LuP“. Es ist an das Fach Geschichte gebundenen. Die Schüler sollen üben, eigenständig zu recherchieren, und eine Hausarbeit im Umfang von etwa drei Seiten plus Literaturverzeichnis und Anhang schreiben. Die müssen sie außerdem bei einer kurzen Präsentation vorstellen. 

Lokalgeschichtliche Anknüpfung

Dazu wählen sie sich ein Thema aus dem Zeitalter des Absolutismus und des Barock, das von etwa 1670 bis 1770 dauerte. „Der Fokus hatte entweder auf einem allgemeingeschichtlichen Thema mit lokalhistorischer Anknüpfung, oder auf einem lokalgeschichtlichen Thema mit allgemeinhistorischer Anknüpfung zu liegen“, erläutert der Geschichtslehrer Müller. Lokal bedeute die Grafschaft oder das Fürstentum Waldeck-Pyrmont, die nördliche Landgrafschaft Hessen-Kassel sowie die angrenzenden westfälischen Gebiete.

Beim Geschichtsverein recherchiert

Die Bibliothek des Geschichtsvereins im Dachgeschoss des „Schreiberschen Hauses“ haben die Schüler für ihre Recherchen oft genutzt. Auch die Mediothek der Schule stand ihnen offen: Statt aus Schulbüchern oder aus „Wikipedia“ etwas zusammenzustellen, sollten die Schüler selbst auf die Suche nach Büchern und Aufsätzen in Fachzeitschriften gehen. Und da gibt es beim Geschichtsverein eine Fülle an Material. 

Bibliotheksleiter Philipp Wilhelm Emde stand den Schülern mit Rat und Tat zur Seite – er hat sein Abitur an der Christian-Rauch-Schule abgelegt. Müller würdigte das große ehrenamtliche Engagement Emdes. Er hatte auch die Idee, die besten Hausarbeiten in die Bibliothek aufzunehmen. 

Herausragende Arbeiten übergeben

Müller wählte sechs mit „sehr gut“ und „gut“ bewertete Arbeiten aus. Sie seien „etwas besonderes“, betonte er. Der Pädagoge lobte auch die Eltern, die ihre Kinder „mit zum Teil hohem Energieaufwand“ unterstützt hätten – „eine wunderbare Sache.“ 

„Ausgetretene Pfade verlassen"

Er sei „tief beeindruckt“ von den vielfältigen und „zum Teil wegweisenden“ Arbeiten, sagte Schulleiter Markus Wagener. „Das habt ihr großartig gemacht.“ Die Schüler hätten „ausgetretene Pfade verlassen und ganz allein geforscht“. Dazu hätten sie Anleitung und Inspiration gebraucht. 

Die hätten sie in ihrem Lehrer Erich Müller gefunden, der gern Herzblut für die Regionalgeschichte vergieße. Er habe die Schüler „angezündet“ – was auch wichtig sei: „Wir wollen das Feuer des Wissens weitergeben.“ 

Emde habe die Schüler in der Bibliothek angeleitet: „Wo finde ich was?“ Der Ertrag sei groß. Das Schulkonzept sei aufgegangen – deshalb solle es diesen Projektunterricht auch 2020 geben. 

"Eine super Leistung"

Mit ihren eigenständigen Recherchen hätten die Schüler etwas für ihr Leben gelernt, betonte die stellvertretende Vorsitzende des Geschichtsvereins, Britta Hein. „Ihr habt euch außerhalb des Internets etwas selbst erarbeitet, das bleibt hängen, das ist eine super Leistung.“ 

Als Dank überreichte sie den sechs Gymnasiasten eine Broschüre, die ein Leistungskurs der Alten Landesschule in Korbach über „neue soziale Bewegungen“ im Kreis zusammengestellt hat. Sie regte die Arolser an, die Arbeiten ebenfalls zu publizieren. 

„Ich bin froh, dass ich die Arbeiten in unsere Sammlung aufnehmen kann“, sagte Emde. Er habe die Schüler ein halbes Jahr lang regelmäßig gesehen und mit ihnen die Themen besprochen. „Umso interessanter ist es zu sehen, was daraus geworden ist.“ 

"Gute Zusammenarbeit von Schule und Verein“

„Die Schriften dokumentieren nicht nur die gute Zusammenarbeit von Schule und Verein“, sagte Müller. „Sie stellen auch wertvolle Ergänzungen der Bestände der Vereinsbibliothek dar und haben es verdient, der Nachwelt erhalten zu bleiben.“ Und nicht zuletzt sollen sie folgenden Schülergenerationen als Beispiel oder Anregung dienen. (-sg-)

(Quelle: WLZ-online vom 8.11.19)

Fotos: Armin Haß 

 

Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof

Bad Arolsen – Der Pogromnacht vor 81 Jahren wurde am Freitagnachmittag bei einer von Schülern der Christian-Rauch-Schule mitgestalteten Gedenkfeier der Stadt Bad Arolsen auf dem jüdischen Friedhof gedacht.

gedenkveranstaltung zur erinnerung an pogromnacht in arolsen am 8 november 1938 stattfand crs schueler gestalteten feier 1

In Arolsen wie in anderen Orten Nordhessens begann die gewaltsame Auftakt der systematischen Verfolgung und Ermordung der Juden bereits am 8. November. 

„Die meisten Bürger schwiegen und schauten weg“, beschrieb Erster Stadtrat Helmut Hausmann die Reaktionen der Bürger auf die Zerstörungen in der Stadt. Mit Trauer und Scham blicke er er auf eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, die in die Shoa mündete.

gedenken an pogromnacht in arolsen

Die Deutschen hätten eine Verantwortung für das Gedenken, und jeder aufrechte Demokrat habe die Pflicht, für Toleranz und Respekt, für die Grundrechte einzutreten. Angesichts des Vormarsches des von Rechtspopulisten und -extremisten gelte es, die Demokratie zu stärken.

Angesichts des antisemitischen Attentates in Halle betonten CRS-Schüler, dass jeder für eine wehrhafte Demokratie eintreten müsse.

Sie erinnerten an die ersten antisemitischen Anfeindungen am früheren Realgymnasium in den 20-er Jahren und den Herauswurf jüdischer Schüler in der Nazizeit. Dabei zitierten sie auch einen WLZ-Bericht, in dem das Miteinander mit „Fremdrassigen, insbesondere Juden“ an der Schule als unmöglich bezeichnet wurde.

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Im Rahmen der Gedenkveranstaltung legten Hausmann und Stadtverordnetenvorsteher Marko Lambion einen Kranz nieder und es wurde mit den letzten Zeilen des Kaddisch für den Frieden gebetet.

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