(Quelle: http://www.wlz-fz.de, 13.02.2015)

Blick über den großen Teich

Die Kultusministerkonferenz hat die Christian-Rauch-Schule für ihre jahrzehntelange Beteiligung am deutsch-amerikanischen Partnerschaftsprogramm gewürdigt und eine Anerkennungsplakette für die Wand verliehen.

Die Kultusministerkonferenz hat der Christian-Rauch-Schule eine Plakette in Anerkennung von 30 Jahren USA-Austausch
verliehen. Das Foto zeigt v.l. Schulleiterin Cornelie Seedig, Bernd Radeck, der den Austausch seit 30 Jahren organisiert, und
Ursula Heuschkel, die im April als zusätzliche Lehrkraft eine Gruppe in die USA begleiten wird. Foto: Elmar Schulten

Bad Arolsen. Das Germann-American Partnership Program (GAPP) fördert seit 1983 Schulpartnerschaften zwischen Schulen in Deutschland und den USA. Aktuell gibt es mehr als 750 aktive Partnerschaften. Die Christian-Rauch-Schule pflegt seit 1985 eine solche Partnerschaft mit der Belleville High School in Wisconsin. 1987 folgten Schulen in New Glarus (Wisconsin) und 1988 mit Hermann (Missouri).
Die ersten Kontakte wurden 1984 vom damaligen CRS-Schulleiter Bernd Radeck geknüpft. Im April 1985 saßen die ersten elf Christian-Rauch-Schüler im Flugzeug auf dem Weg in die USA. Mit dabei war damals der heutige hessische Landtagsabgeordnete und schulpolitische Sprecher der CDU, Armin Schwarz.
In den folgenden drei Jahrzehnten hat Bernd Radeck, zunächst als Mitglied der Schulleitung, inzwischen als Pensionär, 80 solcher Austauschbesuche und Beiprogramme vorbereitet und begleitet. Er hat ausgerechnet, dass bisher rund 1500 Schüler über GAPP in die USA gekommen sind. Hinzu kommen weitere Austauschbegegnungen von Chor-, Orchester- und Big-Band-Gruppen, die nicht über GAPP gefördert wurden.
25 Schüler konnten in den vergangenen 30 Jahren über GAPP einen mehrmonatigen Schulaufenthalt in den USA genießen.
Im April begleitet Radeck zum 30. Mal Schülerinnen und Schüler zum Austausch in die USA, wieder in die drei Partnerschulen in Wisconsin und Missouri.
Unvergessen der Schüleraustausch, der 2010 wegen des Ausbruchs des unaussprechlichen isländischen Vulkans Eyjafjallajökull um acht Tage verlängert werden musste: Als keine Flugzeuge mehr über den Nordatlantik fliegen durften, strandeten auch die Bad Arolser Schüler in Washington. Radeck improvisierte damals, begünstigt durch seine langjährige Erfahrung, ein kostengünstiges und dennoch lehrreiches Besuchsprogramm in der US-Hauptstadt.
Schulleiterin Cornelie Seedig würdigte gestern Radecks langjährigen Einsatz und den der Begleitlehrer Hans-Peter Wagner, Lothar Nemetschke, Rudi Zimmermann, Dr. Ulrich von Nathusius, Dr. Matthias Bohn, Annika Wittek, Karin Orth und Ursula Heuschkel.
Sie alle hätten dazu beigetragen, den Horizont der Schüler zu erweitern: „Für die Schüler ist so ein Auslandsaufenthalt eine wertvolle Erfahrung.“ Von Elmar Schulten