(Quelle: http://hna.de)

Diskussion auf Augenhöhe

Bad Arolsen. Wenn Unterstufenschüler, Kommunalpolitiker, Elternvertreter und Mitglieder des Lehrerkollegiums auf Augenhöhe diskutieren, dann ist das im stressigen Schulalltag bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Umso beeindruckender war es da, dass sich genau dieses Konzept bei einer Podiumsdiskussion an der Christian-Rauch-Schule (CRS) zum Erfolg kristallisierte.

Stellten sich der Diskussion: Die beiden Moderatoren (von links) Luca Deutschländer und Louis Schwarze diskutierten anlässlich der jugendlichen Unzufriedenheit mit Dennis Pritsch, Elsa Abel, Andreas Erdmann, Tina Römer, Udo Jost und Marianne Blume im Filmsaal der CRS. Foto:  Selina Dicke/nh

Am Dienstagabend waren rund 70 Interessierte gekommen, um sich diese spannende Diskussion mit dem Namen „No Disk No Fun“ im Filmsaal der CRS anzuhören - und zugleich aktiv mitzudiskutieren. Denn das war eines der wesentlichen Vorhaben, die das Organisatoren- und Moderatorenteam um die beiden Abiturienten Louis Schwarze und Luca Deutschländer mit der Veranstaltung verfolgte. Probleme ansprechen, Kommunikation untereinander verbessern und bestmöglich auch Verbesserungen vor Ort zu erzielen.

Studie von Unicef

Basis der Podiumsdiskussion war eine kürzlich herausgegebene Studie von Unicef, dem Kinderhilfswerk der Europäischen Union. Die hatte besagt, dass die deutsche Jugend trotz steigenden Wohlstands immer unzufriedener werde. Ein Ergebnis, das zum Nachdenken anregt.

Einerseits zum Nachdenken über Ursachen, andererseits aber auch zum Debattieren über mögliche Wege, die Lage zu verbessern. So entwickelte sich in der Folge eine Diskussion, die trotz einiger Meinungsverschiedenheiten der Teilnehmer immer fair blieb - und besonders vom Publikum entscheidend mit angetrieben wurde.

Aktiv eingebracht

So dauerte es nicht lange, bis sich Zuschauer - egal ob Schüler, Eltern oder Lehrer - aktiv mit einbrachten und ihre Sicht der Dinge schilderten.

Da ging es um Leistungsdruck, mangelnde Wertschätzung, fehlendes Vertrauen, die Kooperation von Schule und Familie und Möglichkeiten, das Lernen für Jugendliche angenehmer zu gestalten. Von Seiten der CRS-Lehrerschaft nahmen Tina Römer, Andreas Erdmann und Dennis Pritsch aktiv auf dem Podium teil – gemeinsam mit Stadtrat Udo Jost, der zugleich auch Vorsitzender der Bad Arolser Jugendkommission ist, Schulelternbeiratsvorsitzender Marianne Blume und Schülerin Elsa Abel, diskutierten sie über ganz unterschiedliche Vorhaben und Möglichkeiten.

Falls es – und das ist ein Wunsch, den Louis Schwarze hat – auch in Zukunft solche Veranstaltungen an der CRS geben sollte, so stärken diese zweifelsohne einen gemeinsamen Austausch - und der hat gleich mehrere positive Folgen, finden die Moderatoren. (ld)